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dc.date.accessioned2021-03-24T14:14:44Z
dc.date.available2021-03-24T14:14:44Z
dc.date.issued2012
dc.identifierdoi:10.17170/kobra-202102093151
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/123456789/12678
dc.description.sponsorshipEntstanden im Projekt "Explizite und elliptische Junktion in der Syntax des Neuhochdeutschen. Pilotprojekt zu einer Sprachstufengrammatik des Neuhochdeutschen“ (2007–2009)ger
dc.language.isogerger
dc.publisherAkademie Verlag
dc.subject.ddc430
dc.titleJunktionsprofile aus Nähe und Distanzger
dc.typeTeil eines Buches
dcterms.abstractGrammatiktheorien befassen sich mit kategorialen und relationalen Systemen natürlicher Varietäten. Wenn sie sich mit Grammatikwandel auseinander setzen, sind sie traditionell eher semasiologisch ausgerichtet, d.h. sie fragen nach dem Wandel (Entstehung, Ausbau, Umbau und Abbau) von grammatischen Kategorien, Kategorisierungen und Relationen. Begriffe wie z. B. ‚Numerusprofilierung‘, ‚Abbau des Objektgenitivs‘ oder ‚Herausbildung von Stellungsfelderstrukturen‘ spiegeln diese semasiologische Herangehensweise wider. Wird die semasiologische Herangehensweise, wie in den Grammatikalisierungstheorien, typologisch motiviert und dominiert, können Vernetzungen im Wandel von gram-matischen Kategorien, Kategorisierungen und Relationen herausgearbeitet werden. So entstehen Beschreibungs- oder Erklärungsformate wie z. B. ‚Tendenz zur Analytisierung‘, ‚Wandel von einer Silben- zu einer Wortsprache‘ oder generell der ‚Ausbau von Grenzmarkierungen‘. Der Weg von semasiologisch induzierten Vernetzungen kann zu onomasiologischen Deduktionen führen, indem ausgehend von etablierten Beschreibungs- oder Erklärungsformaten Fragestellungen wie z. B. ‚Gibt es aktuelle Analytisierungs-, Wort- oder Grenz-markierungstendenzen?‘ möglich werden. Neben onomasiologisch deduzierten Beschreibungen und Erklärungen sind auch onomasiologisch induzierte möglich und wünschenswert. Das grammatische Feld, dem der vorliegende Beitrag gewidmet ist, ist die Junktion (Kap. 2). Ziel des Beitrags ist es, die textgrammatischen Möglichkeiten des Junktionsfeldes am Beispiel von drei Texten auszuloten. Da es sich dabei um einen Nähe- und einen Distanztext aus dem 17. Jh. (Bauernleben I vs. Thomasius I) bzw. um einen Nä-hetext aus dem 19. Jh. (Zimmer V) handelt, wird es möglich sein, das Junktionsprofil eines Nähetextes mit dem eines Distanztextes zu vergleichen und diese Profile zu dem eines um 200 Jahre jüngeren Nähetextes in Beziehung zu setzen (Kap. 3). Das Ergebnis der Untersuchung stellt ein starkes empirisches Argument für die Vertikalisierungstheorie von Oskar Reichmann (1988, 1990 und 2003) dar, nach der im Zuge der zunehmenden Orientierung an der sich herausbildenden Leitvarietät eine mehrdimensionale Umschichtung eines bis zum beginnenden 16. Jh. horizontal gelagerten Varietätenspektrums erfolgt ist (Kap. 4).ger
dcterms.accessRightsopen access
dcterms.creatorÁgel, Vilmos
dc.publisher.placeBerlin
dc.relation.doidoi:10.1515/9783050058245-008
dc.subject.swdDeutschger
dc.subject.swdGrammatiktheorieger
dc.subject.swdJunktionger
dc.subject.swdOnomasiologieger
dc.subject.swdHistorische Grammatikger
dc.title.subtitleEin Beitrag zur Vertikalisierung der neuhochdeutschen Grammatikger
dc.type.versionpublishedVersion
dcterms.source.collectionGeschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstagger
dcterms.source.editorBär, Jochen A.
dcterms.source.editorMüller, Marcus
dcterms.source.identifierDOI 10.1515/9783050058245
dcterms.source.identifierISBN 978-3-05-005111-6
dcterms.source.identifiereISBN 978-3-05-005824-5
dcterms.source.pageinfo181-206
dcterms.source.seriesLingua Historica Germanica ;; Band 3ger
kup.iskupfalse


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